Asking Nikky

Die Leidenschaft fürs Kochen hat mich vor einiger Zeit zu Nikky’s Foodblog Kitchen Stories und ihrem spannenden Welt-Kulinarik-Projekt „In 80 Teller um die Welt“ geführt. Nikky teilt auf ihrem Blog nicht nur Einblicke und Geschichten aus ihrer Küche, sondern berichtet auch regelmäßig über Köstlichkeiten und Qualitätsprodukte, sowie deren Hersteller aus dem Herzen des Waldviertels… das Waldviertel, ein Sehnsuchtsort.
Foto © Nikky . www.kitchenstories.at

Nikky teilt mit uns ihre Antworten zu meinen Fragen rund um die kulinarische Weltreise und das Leben im Waldviertel. Sie gibt tolle und ausführliche Tipps zu Ausflüge in die schöne, mystische Waldviertler Natur und erzählt von den kulinarischen Highlights der Region. Sie verrät unter anderem auch, welche kulinarische Tradition sie mit ihren Freundinnen jedes Monat neu aufleben lässt und was sie bei ihren kleinen Forschungsausflügen über die österreichische Bio-Landwirtschaft gelernt hat.

Liebe Nikky, erzähl uns bitte von deinem Projekt „In 80 Tellern um die Welt“. Wie kam es zu dieser schönen Idee und was ist alles geplant?

Einer meiner Grundsätze war schon immer: auf einem Teller kann man die ganze Welt entdecken! Genau das ist ja auch das Schöne an der heutigen Zeit. Die Küchen der Welt kann man inzwischen in seinem eigenen Land bzw. in der eigenen Stadt kennenlernen. Immer mehr spannende Lokale eröffnen. Da sind immer wieder sehr viele kulinarische Highlights dabei und sie werden auch immer authentischer. Habe ich heute Fernweh, dann habe ich wesentlich mehr Möglichkeiten als zum 08/15-Chinesen zu gehen (natürlich gibt es unter den vielen chinesischen Lokalen auch wahre Perlen).

Noch besser wäre es natürlich, die lokale Küche direkt im jeweiligen Land kennen zu lernen. Aber sind wir uns mal ehrlich, normalerweise ist nicht mehr als eine Auslandsreise im Jahr möglich, sei es zeitlich oder finanziell (der Punkt wird bei den meisten wohl eher zutreffen, so auch bei mir), bei manchen vielleicht überhaupt nie.

Aber mit ein bisschen Gefühl in der Küche, dem richtigen Kochbuch und viel Spaß am Kochen und/oder Backen kann man trotzdem seine kleine, private Weltreise machen. Nämlich auf dem Teller!

Außerdem habe ich schon immer gerne gelesen. „In 80 Tagen um die Welt“ von Jules Verne habe ich bereits als Kind verschlungen und hätte damals am liebsten einfach meine Koffer gepackt.

Da war die Idee, die Reise einfach in die Küche zu verlegen, natürlich nicht mehr weit entfernt. Von der Idee bis zur Ausführung hat es dann allerdings noch weitere drei Jahre gebraucht. Auch so eine kulinarische Weltreise will gut geplant sein!

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Weltreise-Station England: Kedgeree mit Wildlachs
Foto © Nikky . http://www.kitchenstories.at

Du lebst im Waldviertel und kommst aber wie ich ursprünglich aus Wien. Was waren für dich die größten Anreize aufs Land zu ziehen? Was schätzt du besonders am Landleben bzw. dem Waldviertel?

Stimmt, ich komme ursprünglich aus Wien, aber ich hatte das Glück als Kind sehr viel Zeit meiner Ferien im Waldviertel verbringen zu dürfen. Meine Großmutter ist nämlich gebürtige Waldviertlerin. Nach Wien ist sie erst später, in jungen Jahren, gezogen und hat dort meinen Großvater kennengelernt und ist dann in Wien sozusagen „picken geblieben“.

Durch diese Konstellation habe ich aber eben auch eine große Verwandtschaft im Waldviertel und da meine Mutter alleinerziehend und berufstätig war „musste“ ich in den Ferien sehr oft ausgelagert werden. Für mich war diese Zeit aber immer sehr schön und so hatte ich eben beide Vorteile: das Stadtleben und das Landleben! Ich habe dort immer bei meiner Großcousine gewohnt und ihre Tochter war nur ein paar Jahre älter als ich.

Die Ferien haben wir also immer zu zweit verbracht und sind stundenlang mit Susi (dem Zwergspitz) im Puppenwagen durch die Landschaft gewandert, haben Kukuruz direkt am Feld „geerntet“, die gerade reifen Paradeiser frisch vom Strauch gegessen, Milch frisch von der Kuh getrunken. Und dort habe ich auch von meinem Großonkel (damals hat er aber einfach Opa für mich geheißen) ein gerade geschlachtetes Hendl in die Hand gedrückt bekommen und ich musste beim Rupfen helfen.

Erfahrungen für die ich heute unendlich dankbar bin! Denn dadurch wusste ich schon früh den Wert der Lebensmittel zu schätzen. Und außerdem hat es mich bis in die späte Jugend jedes Jahr immer wieder zurück ins Waldviertel gezogen – später habe ich ganze Sommer dort verbracht, Reiten gelernt und sogar im örtlichen Reitstall gearbeitet. Ausmisten kann ich also auch!

Und genau wegen dieser schönen Erfahrungen war der Wunsch nach einem Haus im Waldviertel bei mir immer sehr groß. Vor ein paar Jahren hatte ich dann die Chance und habe einfach zugegriffen.

Jetzt wohne ich in Gars am Kamp, was quasi der Kompromiss zwischen Wien und dem nördlichen Waldviertel ist (meine Waldviertler Verwandten wohnen nochmal eine gute Stunde weiter oben), denn immerhin arbeite ich in Wien und pendle auch jeden Tag.

Aber dafür ist es umso schöner nach Hause zu kommen, einfach vor die Tür gehen zu können, die frische Luft zu haben und auch jede Menge lokaler Produzenten mit dem Besten was das Waldviertel zu bieten hat quasi vor der Nase zu haben.

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Welche kulinarischen Besonderheiten gibt es in der Region Waldviertel? Was sollte ich unbedingt bei einem Besuch im Waldviertel kosten (gerne auch ggf. Nennungen von Höfen oder Lokalen)?

Da gibt es so vieles, ich weiß eigentlich gar nicht wo ich anfangen soll!

Aber da ja gerade Herbst, ist fange ich einfach mal mit dem Waldviertler Abfischfest an. Jetzt ist ja gerade Karpfen-Hochsaison und das Ganze wird mit einem großen Abfischfest am Bruneiteich in Heidenreichstein gefeiert.

Gerade der Karpfen hat noch immer einen viel zu schlechten Ruf als Speisefisch – zu fett, zu schlammig (grundeln) – diese Vorurteile halten sich leider extrem. Aber das stimmt schon seit vielen Jahre nicht mehr – die Fütterung, der Teichbesatz, da hat sich einiges geändert. Und vor allem in Zeiten der chronischen Überfischung der Weltmeere ist es wirklich an der Zeit, den hervorragenden heimischen Speisefischen mehr Aufmerksamkeit zu widmen.

Wer es zum Abfischfest nicht schafft, dem empfehle ich auf jeden Fall die Kinsky’sche Forst- und Teichwirtschaft, hier bekommt man Bio-Karpfen von hervorragender Qualität (auch andere Fische). Für alle, denen das zu weit weg ist, kann ich im Raum Wien auch Biofisch ans Herz legen, die Teiche liegen nämlich auch im Waldviertel und der Karpfen ist inzwischen sogar Demeter-zertifiziert!

Waldviertler-Fish-and-ChipsWaldviertler Fish & Chips (Rezeptlink)
Foto © Nikky . http://www.kitchenstories.at

Das Waldviertel ist vor allem für drei Dinge sehr bekannt und die kann es auch hervorragend: Mohn, Erdäpfel und Karpfen! Natürlich gibt es da noch viel mehr, aber wenn du schon im Waldviertel bist, dann musst du unbedingt Waldviertler Mohnnudeln probieren und natürlich die Mohnzelten! Hier solltest du bis nach Gmünd fahren und in der Bäckerei Pilz vorbeischauen.

Wenn wir schon bei Bäckereien sind, dann solltest du auch unbedingt einen Bio-Brotbackkurs beim Fritz in seiner Bäckerei Brotocnik besuchen (und iss unbedingt ein Graumohnbeugerl!).

Wenn du nachher noch Hunger hast, dann schau auch noch im Slow Food Landgasthaus Buchinger vorbei.

Du siehst schon, wenn ich einmal anfange, dann kann ich gar nicht mehr aufhören. Aber was du auch auf jeden Fall bei einem Besuch im Waldviertel einplanen musst, ist die Sonnentor-Erlebniswelt in Sprögnitz.

Und melde dich unbedingt für eine Führung durch die Kräuter-Lagerhallen an. Du wirst aus dem Riechen und Staunen gar nicht mehr herauskommen! Und danach nimm dir noch eine Auszeit im Bio-Gasthaus Leibspeis von Sonnentor.

Am besten du nimmst dir mindestens eine Woche Urlaub, denn einen Besuch in der Whisky-Erlebniswelt darfst du auch nicht auslassen. Die Familie Haider führt dort immerhin die erste Whiskydestillerie Österreichs und hat auch schon sehr viele internationale Auszeichnungen erhalten – der Whisky kann also wirklich was!

Jeden zweiten Samstag kannst du dann auch noch in Horn den Markt der Erde von Slow Food Waldviertel besuchen. Hier verkaufen viele LebensmittelhandwerkerInnen Ihre Produkte. Vergiss aber bitte nicht, die göttlich gute Lammleberkässemmel beim Stand vom Biohof Nendwich zu kosten. Dazu passt übrigens am besten ein India Pale Ale von Brauschneider 😉

Ich weiß, ich übertreibe es. Aber es gibt hier im Waldviertel einfach so viel zu erleben und zu kosten!

Das Waldviertel gilt als mystischer Ort, kannst du besonders schöne Plätzchen und Orte für einen Ausflug empfehlen?

Ich schwöre, ich werde mich jetzt beherrschen (zum Glück kann beim Schreiben niemand sehen, dass ich gerade die Finger hinter dem Rücken kreuze), auch wenn ich dich jetzt am liebsten auf eine mindestens vierwöchige Rundreise durchs Waldviertel schicken möchte…

Wirklich schön, idyllisch und ruhig ist es im Naturpark Hochmoor Schrems. Mit 300 Hektar ist das Torfmoor das größte Moor Niederösterreichs und 119 Hektar davon wurden zum Naturpark erklärt. Hier kannst du also tagelang wandern gehen, du hast noch nie in deinem Leben so herrlich federnde Waldwege erlebt!

Dann gibt es natürlich auch noch die Blockheide (auch ein Naturpark) bei Gmünd. Hier findest du eine Landschaft durchzogen von Granitblöcken, Birkenhainen, Heidekraut und Teichen vor. Auch ein paar unserer Waldviertler Wackelsteine findest du hier.

Und dann gibt es auch noch die Amethyst Welt Maissau. Hier kannst du einen richtigen Amethyststollen besichtigen. Dazu muss man sagen, dass es insgesamt nur zwanzig Regionen weltweit gibt, die Bänderamethyste von guter Qualität und vor allem der typischen violetten Farbe hervorbringen – Maissau im Waldviertel ist eine davon!

Und mein persönlicher Favorit ist der Herrenteich in Litschau, wo man auch Schwimmen kann – ein persönliches Ausflugsziel unserer Waldviertler Familie und vor allem meiner Oma und meines Großonkels, deren Großeltern hier lebten. Schon als Kind lernte ich diesen Teich, der ganz schön groß ist, aus Erzählungen meiner Oma und meiner Mutter kennen und war dann beim ersten tatsächlichen Besuch von der schönen Landschaft sehr beeindruckt. Leider hat diese Idylle auch der Massentourismus entdeckt und es wurde inzwischen ein richtiges Freizeitzentrum an einer Seite des Teichs errichtet. Sogar ein Herrensee-Theater gibt es hier. Für diese entlegene Gegend des Waldviertels ist diese Belebung aber sehr wichtig. Also mal besuchen, wenn du „zufällig“ in der Gegend bist.

Fotos © Verena . Asking People

Du warst in Kooperation mit Unternehmen in der österreichischen Bio-Landwirtschaft unterwegs, was hast du dabei Spannendes erlebt und welche Aha-Erlebnisse bzw. „learnings“ konntest du dabei für dich mitnehmen?

Ja, durch meinen Blog Kitchen Stories hatte ich wirklich schon viele Gelegenheiten hinter die Scheunentore zu schauen und bin dafür sehr dankbar.

Sonnentor hat mich zum Beispiel einmal eine Woche lang zu einem Kräuterbauern ins Weinviertel geschickt. Ich habe auf dem Feld mitgeholfen, durfte endlich mal wieder mit dem Traktor fahren, wir haben Unmengen an Striezeln gebacken und auch Marillenmarmelade und -chutney eingekocht.

Dabei habe ich aber auch gesehen wie viel Arbeit alleine in einem so winzigen Produkt wie z.B. getrocknetem Thymian für die Küche steckt.

Ein anderes Mal durfte ich auf Einladung von Hofer, zusammen mit anderen Bloggern, auch einen Berg-Milchbauern in der Steiermark besuchen und habe dabei gesehen wie gut es eigentlich jede einzelne Kuh haben sollte.

Und, und, und…

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Besuch Bio-Bergbauernhof
Foto © Nikky . http://www.kitchenstories.at

Diese Erlebnisse haben mich auch jedes Mal in meiner Überzeugung gestärkt, dass es auf lange Sicht für uns und unseren Planeten der einzig gangbare Weg ist, die biologische Landwirtschaft zu leben und zu unterstützen und wir auch gerade in der Tierhaltung weg vom Massenprodukt müssen.

Vor allem beim Fleischkonsum müssen wir wieder umdenken und es so wie meine Großeltern halten: egal ob Rind, Schwein oder Hendl, wenn es auf den Tisch kommt, dann ist es etwas Besonderes und nichts Alltägliches!

Vor allem aber auch soll das Tier, auch wenn es „nur“ ein Nutztier war, vorher ein gutes Leben, die Sonne und den Wind gespürt sowie genügend Platz gehabt haben und auch artgerecht gefüttert worden sein.

Genuss durch Verzicht ist übrigens auch eines meiner Mottos. Denn wenn ich jeden Tag Schinken auf dem Tisch habe, womöglich noch zum Frühstück und zum Abendessen, was ist denn daran noch etwas Besonderes?

Deine drei Tipps für ein gelungenes kulinarisches Erlebnis?

Zeit, gute Produkte und Freunde! Ganz egal ob beim selbst Kochen oder beim Essen gehen. Ein gelungenes kulinarisches Erlebnis hat auf jeden Fall viel mit Zeit zu tun. Wenn ich zum Beispiel ein Essen plane, dann macht mir allein die Vorbereitung schon Spaß. Ich überlege genau, was ich kochen möchte, was ich dafür noch einkaufen muss und wie ich alles dekoriere. Zum Kochen selbst plane ich mir dann normalerweise den ganzen Tag ein und koste und probiere so viel, dass ich vorher schon fast satt bin.

Und beim Essen gehen verhält es sich meist genauso. Meine Freundinnen und ich treffen uns zum Beispiel fix einmal im Monat. Jedes Mal sucht eine von uns abwechselnd ein Lokal aus. Dieses Mal war ich an der Reihe und habe mich mit der Auswahl fast zwei Abende lang beschäftigt: auf welche Küche hätte ich denn gerade Gusto? Könnte die Auswahl auf der Speisekarte auch für alle anderen passen? Wie ist das Ambiente?

Ich hatte vier Lokale in der engeren Auswahl: das Es gibt Reis in der Piaristengasse in 1080 Wien, das Mochi bei der Praterstraße in 1020 Wien, das Miznon in der Schulerstraße in 1010 Wien und das Ströck Feierabend auf der Landstraße in 1030 Wien.

 

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Geworden ist es diesmal das Ströck Feierabend, einfach weil man dort auch etwas länger gemütlich zusammensitzen kann, es nicht zu laut ist um sich miteinander unterhalten zu können und auch die saisonale Speisekarte jedes Mal ein Highlight ist. Ich habe mich dann von der Auswahl des Lokals bis zum Besuch schon die ganze Woche lang auf den Abend gefreut. Genau, das hätte ich fast vergessen: die Vorfreude. Auch die gehört zu einem gelungenen kulinarischen Erlebnis.

Mit wem würdest du gerne einmal kochen – oder auf einen Cafe gehen? (noch am Leben oder bereits verstorben, oder auch gerne eine fiktive Figur) Warum?

Das wird schwierig! Mir würden da auf Anhieb so viele einfallen.

Aber da wäre zum Beispiel Jamie Oliver. Das klingt zwar vielleicht schon etwas abgedroschen, aber ich finde ihn und seine Art zu kochen wirklich spannend. Viel mehr aber noch sein Engagement in vielen Bereichen – zum Beispiel mit seinem Restaurant Fifteen, in welchem arbeitslose Jugendliche ohne Perspektiven das Kochen erlernen und viele von ihnen auch danach sehr erfolgreich in der Gastronomie tätig sind. Oder auch seine Aktionen um die Essensqualität in Schulkantinen in Großbritannien zu erhöhen.

Aber da wäre auch Prinz Charles, der seit 1985 (!!) ökologischen Landbau betreibt und generell ein großer Fürsprecher und Förderer der biologischen Landwirtschaft ist.

Wie sieht für dich ein großartiger Tag aus?

Ausschlafen können (ich bin leider kein Morgenmensch), ein Frühstück mit viel Zeit zum Genießen, Zeit und Muße haben ein Buch lesen zu können und mich am Nachmittag noch mit Freunden treffen. Braucht es mehr?

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Foto © Nikky . www.kitchenstories.at (Instagram)

Dein Leben bzw. Lebensstil in fünf Worten?

So wenige?! Das wird schwer …

Nachhaltigkeit, Respekt, Ehrfurcht, Neugierde und Hunger (nach Neuem, nach Eindrücken, nach Wissen, nach neuen Zutaten…)

War das jetzt geschummelt?! 😉

Dein liebster Platz in deinem Zuhause?

Eindeutig mein Wohnzimmer mit dem großen Esstisch 😉 Der begleitet mich nun schon seit meiner ersten eigenen Wohnung, hat inzwischen viele Kratzer, aber auch viele Erinnerungen!

Wer mir auf Instagram folgt, der wird fast jedes Wochenende ein Bild meiner Lieblingsecke an diesem Esstisch sehen.

Eine deiner schönsten kulinarische Erinnerungen?

Auf jeden Fall der Hasenbraten mit Gummiknödeln (= Erdäpfelknödeln) meiner Großtante aus dem Waldviertel. Den habe ich geliebt und das wusste sie auch! Immer wenn ich ins Waldviertel gekommen bin, hat es diesen Hasenbraten gegeben, ausnahmslos jedes Mal.

Dazu muss man natürlich wissen, dass mein Großonkel die Hasen selbst gezüchtet hat. Das war sein Ausgleich zu seiner normalen Arbeit (er war Maurer, ein Knochenjob). Seine Hendl und seine Hasen – die hat er wirklich gehegt und gepflegt und dann natürlich auch geschlachtet.

Ich weiß, für einige klingt das vielleicht brutal, aber so war das eben. Außerdem hatten die Tiere bis zur Schlachtung immer ein schönes Leben bei ihm und für uns Kinder war das völlig normal, dass die Tiere, die wir früher gestreichelt hatten, dann als Sonntagsbraten auf dem Teller gelandet sind.

Die Wertschätzung des Lebewesens und danach des Lebensmittels war immer sehr wichtig.

Von diesem Hasenbraten mit den weltbesten Gummiknödeln träume ich noch heute. Dabei war daran wirklich nichts Besonders. Der Hase wurde wie ein normales Brathendl im Ofen gebraten und dazu gab es einfach Erdäpfelknödel – nicht mehr und nicht weniger und wahrscheinlich gerade deshalb das beste Essen der Welt. Hervorragende Grundprodukte und viel Liebe, mehr braucht es wirklich nicht.

Nikky stellt sich vor…

SiZehGdN_400x400Hi, mein Name ist eigentlich Nicole, aber auf Kitchen Stories, meinem Blog, schreibe ich als Nikky. Weshalb? Weil nur eine Handvoll Menschen mich Nikky nennen dürfen, denn eigentlich mochte ich es früher überhaupt nicht, wenn man meinen Namen abgekürzt hat. Inzwischen dürfen das gute Freunde.

Und weil ich möchte, dass jeder, der auf Kitchen Stories mitliest und über meine Schulter in meine Kochtöpfe schaut, sich als guter Freund fühlen soll ,heiße ich auf Kitchen Stories eben Nikky.

Leider fehlt mir des Öfteren die Zeit für einen ausführlichen Blogpost, aber dafür bin ich auf Instagram unter kitchenstories.at umso aktiver und auch auf Twitter könnt ihr mich unter @nikkys_stories finden. Etwas mehr tut sich auch auf meiner Kitchen Stories Facebook-Seite und auf Pinterest habe ich unter nikkys_stories ständig irgendwelche Ideen abgelegt.



Danke

Vielen Dank liebe Nikky, für deine wunderbaren und ausführlichen Antworten, deine superben Waldviertel-Tipps und deine persönlichen Erzählungen! 💜

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